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  • Die Geschichte der Kaolinbahn

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Pläne zur Weiterführung des Kaolintagebaus Schleben/Crellenhain öffentlich ausgelegt

Am 02.05.2017 beginnt im Rathaus der Stadt Mügeln die öffentliche Auslegung der Rahmenbetriebsplanunterlagen der Kemmlitzer Kaolinwerke für die Weiterführung des Kaolintagebaus Schleben/Crellenhain. In dem unweit von Mügeln gelegenen Traditionsbetrieb wird seit über 130 Jahren das auch als Porzellanerde bekannte Kaolin gewonnen und aufbereitet. Seit 2004 ist das Tagebaufeld Schleben/Crellenhain im Aufschluss. Mit dem neuen Rahmenbetriebsplan möchten die Kemmlitzer Kaolinwerke diesen Tagebau erweitern. Nach aktuellen Schätzungen reichen die Rohkaolinvorräte in den genehmigten Flächen nur noch etwa drei Jahre. Mit der geplanten Erweiterung könnte die Rohstoff-versorgung des Werkes und damit die Belieferung seiner Kunden für 25 bis 30 Jahren sichergestellt werden.

Die nun anstehende öffentliche Auslegung ist Teil eines bergrechtlichen Planfeststellungsverfahrens, welches unter anderem die Prüfungen von Artenschutz, Standsicherheit, Grundwasser, Geräusch- und Staubentwicklung, wie auch eine Öffentlichkeitsbeteiligung beinhaltet.

Über Informationsveranstaltungen und gemeinsame Workshops wurden die durch die geplante Erweiterung zuerst betroffenen Anwohner in Crellenhain  schon weit vor der vorgegebenen öffentlichen Auslegung mit in die Planung einbezogen. „Wir sind so früh als möglich mit den Anwohnern ins Gespräch getreten“, so der Leiter der Kemmlitzer Kaolinwerke Dr. Thomas Wegner. „Wir hoffen zwar, uns in den vergangen Jahren als guter Nachbar präsentiert zu haben. Dass aber dennoch Bedenken im Raum stehen, dafür haben wir Verständnis. Deswegen ist es umso wichtiger, zu einer Lösung zu finden, die möglichst die Sichtweise aller Beteiligten berücksichtigt.“

Eines der zentralen Themen in den gemeinsamen Gesprächen zwischen den Crellenhainern und Vertretern des Kaolinwerkes war die Nähe des geplanten Tagebaus zur Ortslage. Die ursprünglichen Planungsentwürfe hatten noch eine Distanz von ca. 70 Metern zwischen den Anliegern und der Tagebauoberkante vorgesehen. Die Forderung der Anwohner sah einen Abstand von 150 Metern zu den Grundstücksgrenzen der nahe am Tagebau gelegenen Ortslage vor. Die Umsetzung einer solchen Vorgabe würde allerdings fast die Hälfte des Kaolinvorkommens in den Erweiterungsflächen von der Nutzung ausschließen. „Der Betrieb ließe sich unter diesen Bedingungen nicht mehr wirtschaftlich aufrechterhalten“, so Dr. Wegner.

Da die Wohngebäude auf den teilweise recht großen Grundstücken der Anlieger unterschiedlich gelegen sind, weisen einzelne Häuser im Umfeld unterschiedliche Abstände zum Tagebau auf. Im Sinne einer für alle Beteiligten möglichst ausgewogenem Kompromiss orientiert sich die aktuelle Planung deshalb nicht mehr an Grundstücksgrenzen, sondern an der konkreten Entfernung zwischen den einzelnen Wohngebäuden und der Tagebauoberkante. Die nun öffentlich ausliegenden Rahmenbetriebsplanunterlagen sehen einen generellen Mindestabstand von 100 Metern zwischen den geplanten Tagebauoberkanten und sämtlichen Wohnhäusern vor. „Diese Abstandsvergrößerung geht gegenüber unserer ursprünglichen Planung mit einem Verlust an Abbaufläche einher“, so Dr. Wegner. „Da wir als Betrieb auch über die kommenden Jahrzehnte hinweg ein fester Teil der Region bleiben wollen, ist es uns wichtig, auf die Anwohner zuzugehen.“
Bis zum 01.06.2017 werden die Rahmenbetriebsplanunterlagen für die Weiterführung des Kaolintagebaus Schleben/Crellenhain der Kemmlitzer Kaolinwerke zur öffentlichen Einsichtnahme in Mügeln ausliegen. Weitere Informationen finden Sie unter www.scheben-crellenhain.de.

Zu den Kemmlitzer Kaolinwerken:

Die Kemmlitzer Kaolinwerke sind ein Unternehmen der Quarzwerke Gruppe, einem unabhängigen Familienunternehmen in der 4. Generation mit Sitz in Frechen. Seit 1883 betreiben die Kemmlitzer Kaolinwerke im Kemmlitzer Revier den Abbau von Kaolin, welches als hochwertiger Industrierohstoff für die Herstellung keramischer Produkte wie Porzellan, Fliesen und Elektrokeramik verwendet wird. Aktuell beschäftigt das Unternehmen 85 Mitarbeiter. Die Kemmlitzer Kaolinwerke betreiben den Kaolinabbau in den Tagebauen „Schleben/Crellenhain“, „Gröppendorf“ und „Glückauf“, wobei der  Hauptanteil des geförderten Kaolins aus dem Tagebau „Schleben/ Crellenhain“ stammt.